Mesosphere veröffentlicht Datacenter Operating System als Open Source

20.04.2016

Mesosphere erklärt das Datacenter zum neuen PC und gibt das dazu gehörige Betriebssystem frei.

Unter dem Namen Datacenter Operating System (DC/OS) hat die Firma Mesosphiere ein "Betriebssystem für das Datacenter" unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht . Dabei greift Mesosphere auf eine Reihe von Projekten aus dem Cloud- und Big-Data-Umfeld zurück, die unter einer freien Lizenz verfügbar sind. So kommt dem Apache-Projekt Mesos die Aufgabe des Betriebssystem-Kernels zu. Die Rolle des Init-Systems übernimmt eine Komponente namens Marathon, die auf der Mesos-Plattform Runtime-Container (auch im Docker-Format) managt. Chronos ist eine Art Cron-Daemon für die regelmäßige Ausführung von Jobs in einer verteilten Umgebung.

Darauf aufbauend lassen sich viele verschiedene Anwendungen implementieren, etwa aus der Big-Data- oder Online-Analytics-Welt, wie beispielsweise Apache Spark, Apache Cassandra, Apache Kafka, Apache Hadoop, Apache YARN und Apache HDFS. Auch Google Kubernetes soll mit der Mesosphere-Umgebung kompatibel sein. Über eine API sollen Entwickler mithilfe von Mesosphere einfach verteilte Anwendungen schreiben können. Für Administratoren gibt es ein einheitliches Kommandozeilen-Interface, mit dem sich ein Mesosphere-Cluster verwalten lässt.

Als Basis für das Mesosphere Datacenter Operating System können eine ganze Reihe von Plattformen zum Einsatz kommen, sowohl klassische Betriebssysteme wie auch virtualisierte und Cloud-Umgebungen wie CoreOS, CentOS, Ubuntu und Red Hat Enterprise Linux Amazon Web Services, Google Compute Engine, Digital Ocean, Microsoft Azure, Rackspace, VMware vCloud Air und OpenStack-Clouds.

Zu den Partnern, die sich für DC/OS interessieren und sich an der Entwicklung beteiligen, gehören Autodesk, Cisco, Confluent, EMC, Equinix, Hewlett-Packard Enterprise, NGINX, Puppet und Verizon. Microsoft setzt DC/OS sogar für die Orchestrierung von Containern in der Azure Cloud ein. 

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